Brünieren

Unter Brünieren versteht man die Schwarzfärbung von Eisenoberflächen durch Eintauchen der Werkstücke in saure bzw. alkalische Lösungen oder Salzschmelzen. Es bilden sich Mischoxidschichten (Konversionsschichten) aus FeO und Fe2O3 von tiefschwarzer Farbe. Durch die geringe Konversionsschicht von ca. 1µm bleiben die brünierten Werkstücke weitestgehend maßhaltig. Wegen der Porosität der Brünierschichten besitzen sie einen nur geringen Korrosionsschutz, der sich aber durch Beölen oder Befetten deutlich verbessern lässt. Diese Schichten sind weitgehend biege- und abriebfest sowie temperaturbeständig bis ca. 300º C. Erwähnenswert ist, dass beim Brünieren die Leitfähigkeit und die magnetischen Eigenschaften des Grundmaterials (Stahl, Eisen) nicht beeinträchtigt werden. Das Einsatzgebiet liegt vorwiegend im Maschinen- und Werkzeugbau; eine spezielle Anwendung ist das Brünieren von Handfeuerwaffen.

Mit einem neuen Brünierverfahren, dem Brünieren bei Raumtemperatur oder Kaltbrünierverfahren, steht neben der bisherigen Heißbrünierung nunmehr eine Möglichkeit zur Verfügung, die die vielseitigen Nachteile des Heißbrünierens aufhebt. Diese Nachteile sind:

Dem gegenüber stehen die Vorteile des NU-BLAK® Brünierens bei Raumtemperatur:

Mit dem NU-BLAK®-Kaltbrünierverfahren lassen sich alle eisenhaltigen Metalle und Guss behandeln. Legierte Materialien, wie z.B. hoch-und warmfeste Stähle, können bis max. 12% Cr enthalten. Höher legierte Stähle lassen sich nicht brünieren (VA), jedoch mit dem BF-GALVACO LP®-Verfahren lackbeschichten. Bearbeitete Stähle sollten eine genügende Oberflächenrauhigkeit aufweisen, anderenfalls ist eine zusätzliche Vorbehandlung notwendig (z.B. Beizen oder Heißentfetten bei ca. 60° C mit unserem Heißentfetter NU-BLAK® Nr. 626).